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Einsegnung Haus der Stille
am 2. März 2003

 

Auf Einladung der Römisch-katholischen Zentralkommission hin haben sich am ersten März- sonntag des Jahres 2003 rund 60 Gäste zur Einsegnung des «Haus der Stille zu Rheinau» durch Diözesanbischof Amédée Grab auf der Klosterinsel eingefunden; darunter auch die Regierungsräte Christian Huber und Markus Notter sowie zwölf Schwestern der Spirituellen Weggemeinschaft, die Anfang Februar ins umgebaute Haus eingezogen sind.

Das Haus zur Stille auf der Klosterinsel Rheinau

Ein Jahr nach dem Spatenstich für den Umbau des Aufnahmegebäudes der ehemaligen Psychi- atrischen Klinik in Rheinau ist das «Haus der Stille zu Rheinau» vom Churer Bischof Amédée Grab ein- gesegnet worden. Zahlreiche geladene Gäste bei der Einsegnung und viel Publikum an der Pontifikal- vesper in der Klosterkirche nahmen an den Feierlichkeiten teil. Die eigentliche Eröffnung des Hauses ist für den 3. April vorgesehen.  

Zeichen der Partnerschaft zwischen Staat und Kirche

Während der Fastnachtsumzug in Rheinau seinen Lauf nahm, sprach René Zihlmann, Präsident der Rö- misch-katholischen Zentralkommis- sion, an der Medienkonferenz als Gastgeber von einem speziellen Tag für die katholische Kirche im Kanton Zürich: «Wir freuen uns sehr, dass hier in Rheinau nach einer langen Pause wieder klösterliches Leben möglich ist.» Mit der Niederlassung der Spiri- tuellen Weggemeinschaft auf der Klosterinsel soll eine alte kirchliche Tradition weitergeführt werden. 

Einsegnung des Konventraumes

Allerdings, so Weihbischof Peter Henrici, in einem neuen, unserer Zeit angepassten Geist: Frauen statt Männer, Bescheidenheit statt Prunk, Offenheit statt Weltflucht. Er erinnerte daran, dass fast auf den Tag genau vor 141 Jahren am 3. März 1862 während der Fastnachtszeit das Benediktinerkloster aufgehoben wurde. Regierungsrat Markus Notter führte dazu aus, dass für die Aufhebung des Klosters kein eigentlicher staatspolitischer Grund vorgelegen habe, sondern vielmehr finanzielle Interessen ausschlaggebend gewesen seien. «Wir können heute ein Zeichen der Partnerschaft zwischen Kirche und Staat setzen.»Von diesem Grundsatz, so Notter, sei auch die neue Gesetzgebung über das Verhältnis des Kantons zu den Religionsgemeinschaften geprägt.

Einsegnung des Rosengartens

Einladung zur Rast

Ab dem 2. April freuen sich die insgesamt acht im Haus lebenden Schwestern über Menschen, die für eine kürzere oder längere Zeit eine Stille und Neubesinnung für ihre Wegstrecke brauchen. «Unsere Aufgabe ist dabei nicht die äussere Akti- vität, sondern das Dasein, das Zuhören und der Austausch im Gespräch und natürlich das Ge- bet», erläuterte Schwester Andrea, Oberin der Spirituellen Weggemeinschaft, den künftigen Ein- satz der Schwestern. Diese Gäste auf Zeit könn- ten Menschen auf der Suche zu sich selbst oder Gott sein, aber auch Menschen, die durch Krank- heit, Verlust eines lieben Menschen oder des Ar- beitsplatzes in eine Krise geraten seien. Die Weg- Begleitung bedeute Einladung zur Rast auf dem Weg und spirituelle Stärkung.

Für Rheinau erst ein Anfang

In seiner Grussadresse an die Festgemeinde zeigte sich der Rheinauer Gemeindepräsident Gerhard Gsponer erfreut über die «neue Saat in

alter Erde», verdeutlichte aber gleich- zeitig die Erwartungshaltung des Ge- meinderates: «Drei Jahre Leerstand sind genug, wir wollen die Klosteran- lage wieder nutzen!» Der Gemeinde- rat sei aber zuversichtlich, dass mit dem erfolgreichen Start der Belebung der Klosterinsel deren Neunutzung mit vereinten Kräften zu einem guten Ende geführt werden könne.

im zukünftigen Rosengarten

Einsegnung des Meditationsraumes


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